Es gibt viele Gründe, seine Katzen nur in der Wohnung zu halten. Ungesicherter Freigang birgt nun einmal viele Gefahren - Autos, Jäger, «Kidnapper», «Katzenhasser», Rattengift etc. Sicher ist gesicherter Freigang in einen großen Garten das beste, was man einer Katze bieten kann. Doch was ist, wenn man mit Garten oder Balkon nicht dienen kann? Ich denke, dass man einer Katze das Leben in einer (ausreichend großen!) Wohnung durchaus angenehm und lebenswert gestalten kann und die fehlende Möglichkeit des Freigangs niemanden von der Katzenhaltung abschrecken sollte.

Hier möchte ich euch nun zeigen, wie ich versucht habe, meine Wohnung für Dani und Bluna möglichst interessant und abwechslungsreich zu gestalten.

Kratzbaum im Wohnzimmer Im Wohnzimmer befindet sich ein großer Kratzbaum. Es handelt sich um einen Deckenspanner, doch aufgrund der Deckenhöhe (über 3m) kann ich ihn nicht gegen die Decke spannen. Damit der Baum trotzdem stabil steht, habe ich auf der obersten Sisalstange statt der Deckenspanner-Schraube ein großes Holzbrett angeschraubt und dieses mit der Wand verschraubt. Die große Holzplatte kann als zusätzliche Liegefläche dienen, allerdings scheint sie für die beiden zu unbequem zu sein. Ab und zu sieht man aber Dani dort oben sitzen wie sie ihre Umgebung auf knapp 3m Höhe beobachtet.

Die Liegemulden sind sehr beliebt, außerdem sind es die Stammplätze von Dani und Bluna, wenn am Tag ein Schläfchen eingelegt werden soll.

Kratzbaum im Schlafzimmer Ein zweiter, genauso hoher Kratzbaum befindet sich im Schlafzimmer - ebenfalls ein Deckenspanner, den ich nicht gegen die Decke spannen kann und der mit drei Winkeln an den verschiedenen Plattformen mit der Wand verschraubt ist.

Dieser Kratzbaum ist sehr schmal und passt mit 35x35cm Grundfläche in jede Ecke. Er dient nicht zum gemütlichen Schlafen, sondern lediglich zum Auf- und Abstieg zu/von unserem Schlafboden, zu dem sie von der obersten Plattform des Kratzbaums rüberspringen können. Zwar führt auch eine Leiter zum Schlafboden hoch, doch diese ist sehr steil und der Anblick, der sich mir bietet, wenn Dani die Leiter runtergeht, ist nicht schön anzusehen und macht einem ein bisschen Angst. Und trotzdem will Dani den Kratzbaum nicht zu seinem eigentlichen Zweck verwenden! Nur Bluna geht, wie gewünscht, den Kratzbaum hoch und springt zum Schlafboden hinüber oder springt vom Schlafboden zum Kratzbaum, wenn sie runter möchte. Dani scheint der Sprung zu «gewagt» - sie geht lieber die steile Leiter.

Die unterste Plattform habe ich herausgenommen. So können sich die beiden nach Herzenslust strecken beim Krallenwetzen.

Katzenfummelbrett von CatActivity Damit den beiden nicht so schnell langweilig wird - vor allem über Nacht, wenn mein Freund und ich nicht für Beschäftigung sorgen können - habe ich mir das «Katzenfummelbrett» schenken lassen. Kurz vor'm Schlafengehen fülle ich einige Futterkörner ein und dann wird nach Herzenslust «gefummelt». Dani jedenfalls findet es sehr toll und fummelt sich lieber ihr Futter Bröckchen für Bröckchen aus den einzelnen Modulen heraus, selbst wenn der Futternapf gefüllt ist. Bluna wiederum scheint es nicht so gern zu haben. Auf jeden Fall sorgt es für Beschäftigung. Aber natürlich kann man solche Fummelbretter auch selber basteln.

Katzenbalkon Außerdem habe ich meinen beiden einen «Katzenbalkon» von außen an eines der Wohnzimmerfenster gebaut. Das Brett liegt mit der vorderen Hälfte auf der Fensterbank auf, die hintere Hälfte befindet sich in der Luft. Das Brett ist gut mit der Außenfassade verschraubt. Die beiden senkrechten Stäbe führen das Netz für ca 40cm gerade nach oben, damit die Katzen auch ungehindert sitzen können. Darüber läuft das Netz schräg gegen die Hauswand.

Der Balkon ist sicher das Highlight für die Katzen - immerhin fliegen immer wieder Vögel vorbei oder setzen sich in den angrenzenden Baum. Das Genießen der Sonne ist aber bestimmt das Schönste! Wie man auf dem Foto sehen kann, wird der Balkon noch voll von der Sonne bestrahlt, während durch das Fenster keine Strahlen mehr dringen. Insofern können die beiden durch die kleine Ausgehmöglichkeit nach draußen noch die Sonne genießen, wenn sie gar nicht mehr in's Zimmer fällt.

Schließlich darf man auch eines nicht vergessen: Möbel und Ebenen. Natürlich muss man seinen Katzen nicht erlauben, auf den Esstisch oder die Küchentheke zu springen. Doch Schränke oder den Schreibtisch erklimmen zu dürfen bietet den Katzen eine nette Abwechslung, vor allem wenn am Schreibtisch regelmäßig gearbeitet und somit dessen Gestalt mit Heften, Mappen, Stiften und Ordnern häufig verändert wird. Zusätzlich kann man seinen Katzen Bretter auf verschiedenen Höhen an den Wänden anbringen und sie eventuell sogar mit Teppich oder Sisal beziehen.

Durch Möbel und extra an die Wand angebrachte Bretter («Catwalks») kann die Wohnfläche für die Katzen stark vergrößert und vor allem interessanter gemacht werden.













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